Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Heidmühlen

 

  1. Gründung
  2. Geschichte
  3. Wehrführer
  4. Gebäude
  5. Fahrzeuge
  6. Mannschaft

 

1. ... die Gründung

 

Vor über 100 Jahren, am 02. September 1906, kamen in der Gaststätte „Klint“ Gemeindemitglieder der Gemeinde Heidmühlen zusammen. Oberbrandmeister, Herr Lehrer Schott aus Hartenholm, regte an, in Heidmühlen eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Nachdem er Zweck und Nutzen eingehend dargelegt hatte, erklärten sich 21 Anwesende zum Eintritt bereit (siehe Gründungsprotokoll vom 02. September 1906).

 

Erster Hauptmann                                      Emil Wittorff

Abteilungsführer und stellv.Hauptmann         H. Kröger

Abteilungsführer                                         A.Wittorf

Schriftführer und Kassierer                          W.Hevert

                                           

2. Geschichte

 

15. März 1907, Annahme der Satzung, Gerätemeister Hans Voßbek


29.Juni, Wahl eines Ehrengerichtes


1907, Strafgeldfestlegung:   

                  zu spät kommen                                       10 Pf

                  Fehlen mit Entschuldigung                         10 Pf

                  Fehlen ohne Entschuldigung                     100 Pf


erstes„Sprüttenhus“ stand bei der Meierei, die 1914 erstmals bei Alarm eine Dampfsirene einsetzte


1919 hatten sich 15 neue Feuerwehrleute angemeldet, 7 konnten nur genommen werden, weil keine Uniformen und Ausrüstung zur Verfügung standen
 

1925 wurde u. a. beschlossen, die Strafgelder während der Generalversammlung sofort zu verzehren


1928 wurden die ersten passiven Mitglieder aufgenommen. Ein Antrag wurde gestellt, dass im Spritzenhaus elektrisches Licht gelegt werden darf

 

1929 war das Feuerhorn verbeult, es wird der Antrag gestellt, es auszubeulen


1931 wurde beschlossen, die Generalversammlung der Wehr am 2. Sonnabend im Januar abzuhalten


ab jetzt nicht mehr Freiwillige Feuerwehr Heidmühlen sondern Löschzug 5 des Polizeibezirks Wahlstedt


1942 wurden folgende Einsätze gefahren: Heidebrand Rodenbek, Wirtschaftsgebäude Boine, Waldbrand Försterei Glashütte, Wirtschaftsgebäude Cl. H. Hamann

 

1948 ab jetzt gab es wieder eine Generalversammlung. 16 x gab es einen Einsatz der Wehr bei Wald- und Heidebränden

 

1949 erbrachte eine Sammlung zur Erhaltung des Gerätehauses 91 DM

 

1953 3 Brandeinsätze: Heidebrand Hülsenberg, Gebäudebrand Kröger, Wahlstedt, Wald-und Heidebrand Stellbrookmoor


1957 2 Einsätze, Zimmer- und Schornsteinbrand, Schonungsbrand im Stellbrook mit 2 verletzten Kam. durch explodierende Munition, 50. jähriges Stiftungsfest mit Amtsfeuerwehrtag


1964 2 Einsätze im Königsmoor, 1 Einsatz in der Nähe des Flugplatzes. Neue TS 8 wird durch Kreisbrandmeister übergeben

 

1967 Übergabe des neuen Fahrzeuges Ford Transit

 

1970 Leistungsbewertung erfolgreich bestanden für die „Bronzene Leistungsplakette“

 

1977 3 Einsätze (Haseldorfer Marsch, Waldbrand bei Wuppermann, Ablöschen Königsmoor)

 

1984 Großeinsatz bei H. Kramer,

 

1985 Brandeinsatz bei Teegen, Großbrand bei Spahr, Fehrenbötel

 

1987 Brandeinsätze wurden gefahren, u. a. Lindemanns Gasthof, Latendorf. Leistungsbewertung „Bronzenes Beil“ bestanden

 

1990 5 Brandeinsätze, Übergabe des neuen Fahrzeugs LF 8, an die Wehr

 

1991 Leistungsbewertung „Silbernes Beil“ bestanden und überreicht durch den KWF Kröger.

 

1994 7 Einsätze, u. a. Sturmschäden, Heizungsbrand, Autounfall Mühlenholz, PKW-Brandim Forst

 

1996 7 Einsätze, dabei 3 Brände. Staffelung der Strafgelder (unentschuldigtes Fehlen 5,00 DM, entschuldigtes Fehlen 3,00 DM zu spät 1,00 DM). 1. Spatenstich für den Umbau des Gerätehauses, Richtfest. Demo-Beteiligung in Kiel (Feuerwehrsteuer)

 

1997 8 Einsätze, u. a. Lindenhof, Rickling, Flächenbrände. Die neue Satzung wirdangenommen. Am 02.09. wird unser „Sprüttenhus“ eingeweiht

 

1999 5 Einsätze, Amtsfeuerwehrtag in Latendorf, 50 Jahre Freiwillige FeuerwehrTesdorf-Steinfurt. Besichtigung der Flughafenwehr HH – Fuhlsbüttel

 

2000 9 Einsätze, u. a. Verkehrsunfall Stellbrook, Großbrand bei Westfahl, Ricklingund Schlüter, Latendorf.

 

2001 9 Einsätze, u. a. Flächenbrand Königsmoor und Waldspielplatz. Fa. H. Kramererhält aus den Händen des KWF Berner das Förderschild „Partner der Feuerwehr“

 

2003 14  Einsätze, davon 6 x Brände, 1. Hilfe Lehrgang

 

2005 Gründung einer Soko für 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Heidmühlen

 

2006 9 Einsätze, davon 3 Brände, u. a. bei Fa. Blunk, Kl. Voß, Scheune D. Kröger

 

3. Wehrführer (früher Hauptmann)


In den vergangenen 100 Jahrenwurde die Wehr von  lediglich 6 Hauptmännern, bzw. Wehrführern geleitet:

 

von 1906 - 1934     Hauptmann Emil Wittorf, Stellvertreter H. Kröger

von 1935 – 1939    Löschzugführer Emil Pohlmann,

von 1940 – 1954    Hauptmann Hans Danker, Stellvertreter Paul Hell

von 1955 – 1984    Hauptmann Otto Saggau, Stellvertreter Kurt Hell

von 1985 – 2001    Wehrführer Hans Breiholz, Stellvertreter Hans Kröger  

von 2001 - heute    Wehrführer Hans-Hinrich Pohlmann, Stellvertreter Roman Hausner 

 

4. Gebäude 

 

erstes „Sprüttenhus“ liegt bei der ehemaligen Meierei (wurde dann als Garage und Schuppen genutzt)

Zweckbau in der Dorfmitte neben dem Denkmal

Erweiterung des „Sprüttenhuses“ 1997 zum jetzigen Gebäude

Hallenneubau neben dem „Sprüttenhus“ für die Unterstellung von 3 Fahrzeugen, sowie Verbesserung der Umkleidemöglichkeiten

 

5. Fahrzeuge

 

Handspritze mit Schlauchwagen, die am Anfang mit Pferden und später mit  einem Trecker gezogen wurden

1945 Kauf eines Opel Kastenwagen als Feuerwehrfahrzeug

1967 Übergabe des neuen Fahrzeuges Ford Transit

1990  Übergabe des neuen Fahrzeugs LF 8, Mercedes mit Aufbau Schlingmann

Indienststellung des gebrauchten LF 8, Mercedes mit Aufbau für die GEE

Wiederinbetriebnahme des renovierten Ford Transit als 3. Fahrzeug

2014 Übernahme und Umbau eines Unimogs als SW1000 des Katastrophenschutzes des Kreises Segeberg  für den Einsatz im Segeberger Forst

 

6. Mannschaft

 

Start der Freiwillige Feuerwehr Heidmühlen im Jahre 1907 mit 21 Kameraden

Diese Mannschaftsstärke wurde dann im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert und lag lange Jahre bei einer Zahl um die 40 Kameraden. Ein Problem war, dass bis in die 70er Jahre nur Männer aufgenommen werden konnten, die auch ihren Militärdienst absolviert hatten. Es ging in den Jahren nach dem Krieg in allen Wehren sehr militärisch zu. Befehl und Gehorsam, marschieren, strammstehen,  alles Dinge, die in der Bundeswehr gelehrt wurden. Dann kamen aber die Jahrgänge, in denen es mehr Zivilisten statt Soldaten gab und der Schritt, freiwillig für den Nächsten da zu sein, immer geringer wurde.

Aber immer noch ohne Frauen. Diese hatten erst ab 1980 die Möglichkeit, aktiv in die Feuerwehr einzutreten. Hier bei uns war erst im Jahr 2004 mit Editha Haase die erste Feuerwehrfrau im Dienstag. Sie war in Hamburg eingetreten und dann nach Heidmühlen gezogen.

Jetzt sind von den über 50 Feuerwehrleuten in Heidmühlen 7 Frauen, eine erfreuliche Entwicklung.

krö